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 Es gibt Neuigkeiten  

beim klick auf das LOGO erhalten Sie aktuelle Reiseberichte des Projekts BRASIL09. Im Augenblick befinden sich 4 Mädchen des Projekts auf Fahrt. Weitere Infos auch unter Nachrichten!

 

Brasil09 ist offizielles Projekt der Unesco

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ !

Fruticultura - Eine Freundschaft, die Früchte trägt

Ein neues Projekt geht auf die Reise !

 

12 Mitglieder des Vereins Brasil09 waren für vier Wochen Anfang der Sommerferien in Brasilien und haben das Projekt Fruticultura angeschoben.

Voller Vorfreude und hervorragender Planung ging es auf die lange Reise in das heiße Brasilien in die Kleinstadt Porto. Voller Tatendrang wurde immer wieder gebremst durch Bürokratie und die Suche nach einem geeigneten Grundstück für die neu zu errichtende Plantage. Hier sollen später einmal Jugendliche erlernen können wie man Früchte kultiviert anbaut, verarbeitet und vermarktet. Doch bis dahin ist noch ein langer Weg. Gemeinsam fand man dann auch ein geeignetes Grundstück. Nun konnten die Jugendlichen auch endlich Hand anlegen. Dieses Projekt ist noch lange nicht abgeschlossen....

Impressionen

Larissa, Louisa, Gwendolyn und Ella van der Put in Basilien

seit Anfang Oktober sind Larissa, Louisa, Gwendolyn und Ella van der Put aus der 11. Klasse auf einer Erkundungs- und Vorbereitungsreise in Brasilien und bleiben dort 2 Monate. Während dieser Zeit besuchen sie unterschiedliche landwirtschaftliche, genossenschaftliche, anthroposophische und Entwicklungsprojekte in verschiedenen Städten des Landes, um dort Erfahrungen für das geplante nächste Projekt zu sammeln (Du wirst sicher davon gehört haben). In Porto untersuchen sie die Auswirkungen des letzten Projektes auf die geförderten Jugendlichen, deren Familien und das ganze Umfeld und planen und besprechen konkret und detailliert das neue Projekt "Fruticultura".

 

Sie haben einen Blog eingerichtet, auf dem sie in loser Folge von ihrer Reise berichten: www.esperancanabagagem.blogspot.com

18 Tage Brasilien ein Reisebericht Von Rea-Helena Fremerey

 

Und wie wars? Vor dieser Frage habe ich am meisten Angst, wenn ich an die Ankunft in Deutschland denke. Die Eindruecke, die ich hier bekomme, kann man einfach nicht in eine Antwort verpacken! Am ersten Tag war es regelrecht erschlagend. Kein Wunder, dass jeder von uns seine Zeit der Umstellung in Form von kleinen Krankheiten oder leichten Schwaecheanfaellen durchlebte. Um alles zu verarbeiten war es das Beste, alleine im Bett zu liegen und in Ruhe ueber alles nachzudenken .

Diese Kultur ist so anders. Die Menschen sind so offen und so dankbar; fuer alles!

 

Ich erinnere mich vor allem an den “internationalen Tag der Frau. Es ging ein Zug durch ganz Porto, begleitet von Musik, Reden und vielen Luftballons, Bannern und Menschen. Alles hatte ein Ziel: die Foerderung der Emanzipation der Frau. Zwischendurch hielt der Zug an verschiedenen Stellen. Am Ende einer dieser Pausen kam ein kleines Maedchen auf mich zu, dem von ihrer Mutter offensichtlich Mut zugesprochen worden war. Es gab mir die Hand, dann blickte es auf, schaute mir mit ihren braunen Augen direct in meine, schuettelte den Kopf und warf sich mir ploetzlich in den Arm!

 

Dieses Gefuehl war so unbeschreiblich! Ich kann immer noch nicht so ganz in Worte fassen, was ich in diesem Moment gefuehlt habe, aber es war wie eine Erloesung; Endlich konnte ich alle Eindruecke, Erlebnisse und Gefuehle herauslassen. Viele fragten mich, warum ich weinen wuerde, wenn ich so lichen muss. Meine Antwort war; Weil ich so gluecklich bin!

 

Das bringt es auf den Punkt. Hier bin ich richtig gluecklich. Schon alleine wegen allen meinen neuen Freunden, mit denen ich mich oft nur durch Laecheln und Lachen unterhalte.

 

Die Menschen geben so viel, obwohl sie nur so wenig haben! Es ist erschreckend, wie gross der Unterschied ist. Da steht man vor einem der Haeuser, in denen wir hier wohnen duerfen, sieht den Luxus und direct daneben ist eine Lehmhuette, ohne Tueren, ohne Fenster und Putz. Und trotzdem scheinen die Menschen nichts zu vermissen, ihnen fehlt nichts, solange sie ihre Heimat, die Musik und das Tanzen haben!

Dieses Gluecklichsein ist ansteckend! Viele aus der Klasse sind hier so aus sich heraus gekommen und leben richtig. So empfinde auch ich es. Der Tagesablauf ist zwar immer irgendwie gleich, aber man erlebt jeden Tag so viel Neues!

 

Jeden Tag lernt man neue Woerter, kann dadurch mehr sprechen, lernt neue Frechte kennen, neue Seiten von Klassenkameraden und weitere Menschen von hier.

 

Vor ein paar Tagen wurden wir auf einen Geburtstag eingeladen. Die Mutter hielt eine Rede, wie stolz sie sei, dass so tolle Menschen mit ihrer Tochter befreundet seien, wie sehr sie sich freue uns hier zu haben und dass ihr Herz fuer uns schluege. Wieder ein Moment, der unter die Haut ging, von denen es hier so viele gibt.

 

Langsam fange ich an zu verstehen, was das Wort Saudade bedeuten koennte. Zwar merke ich hier, wieviel Luxus wir in Deutschland haben, der fuer uns so selbstverstaendlich ist, aber wirklich vermissen tue ich den HIER nicht ( nur hin und wieder deutsches Essen). Hier lebt man einfach wie es kommt.

 

Meine Antwort auf die Anfangsfrage wird wohl immer gleich ausfallen:

Es war Leben

 

I.A. Larissa Holzki, Presse- und Oeffentlichkeitsarbeit

Keine Ferien - dafür ein schwerer Arbeitseinsatz



 

 

Wennigsen/Porto (mi). Wenn heute um 16.41 Uhr der ICE vom Hauptbahnhof Hannover nach Frankfurt auf Gleis 4 abfährt, hat er 16 Mädchen und zehn Jungen der 12. Klasse der Freien Waldorfschule Sorsum (FWS) an Bord,. Für vier Wochen reisen die 26 Zwölfklässler der Freien Waldorfschule Sorsum nach Brasilien. Für die Kleinstadt Porto, im Nordosten Brasiliens, haben die Waldorfschüler seit zwei Jahren für ein ungewöhnliches Projekt geschuftet, organisiert und Spenden gesammelt, um an einem Jugend-Bildungshaus für sozial Schwache nicht nur selbst Hand anzulegen, sondern auch die Finanzierung dieses Hauses zu übernehmen.

 

Eine 8000 Kilometer lange Reise in den Nordosten Brasiliens haben die Schüler vor sich. Sie fliegen nach Sao Paulo und gelangen nach Zwischenstationen über Fortaleza und Teresina an ihrem Zielort Porto an. Zwei Häuser haben die Schülerinnen und Schüler dort für ihre Unterbringung gemietet. Sie sind in Begleitung der beiden Waldorflehrer Maria Schmidl und Frank Waldmann. Betreut wird die Gruppe von der Leiterin des Brasilienprojektes Sabine von Klahr des Deutschen Kolpingwerkes Köln.

 

„Die Grundmauern und das Dach sollen schon stehen, wenn wir ankommen“, erklärte Larissa Holzki aus der Klasse 12, die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im extra für das Projekt gegründeten Verein zuständig ist. Sie wird während des gesamten vierwöchigen Aufenthaltes über alles berichten, was die FWS-ler erleben. „Denn es wird nicht sieben Tage in der Woche täglich geschuftet“, verriet Larissa. „Wir wollen auch Land, Leute und Kultur kennenlernen und Kontakte mit den Gleichaltrigen pflegen“, ergänzte sie und freut sich auch schon auf die Wochenenden, die mit gemeinsamen Ausflügen und Veranstaltungen geplant sind. Am Ende des Aufenthaltes ist eine große offizielle Einweihung mit dem ganzen Ort geplant.

 

Finanziell haben die Zwölftklässler der FWS alles überboten, was es bisher in der Schule, in Wennigsen und wohl auch in der Region gegeben hat. 110 000 Euro haben sie als stolze Summe zusammen bekommen. Dabei kamen allein 35 000 Euro von der Software AG und noch einmal 10 000 Euro aus der Stiftung der Firma. 15 000 Euro steuerte die Bingo Lotterie bei und für den „kleinen Rest“ von 50000 Euro rackerten sich die Schüler zwei Jahre lang bei zahlreichen Veranstaltungen ab, bekamen hier und da mal eine Spende und sind seit einigen Wochen am Ziel angekommen.

 

Gestern hatte das „Fliegende Klassenzimmer“ schon schulfrei zum Packen. Konzentrierter Unterricht war ohnehin kaum noch durchzuführen. Das Reisefieber hatte die gesamte Klasse ebenso ergriffen wie die Aufregung. Am 28. März werden alle gesund und munter wieder zurück erwartet. Dann wird der Rückflug über die Hauptstadt Brasilia gehen und alle werden im Gepäck einmalige Erinnerungen mitbringen. „Der Kontakt mit Porto soll auch nach getaner Arbeit nicht abreißen. Wir werden nach der Rückkehr sehen, wie wir dort weiter helfen können“, so Berichterstatterin Larissa.

Artikel vom 27.02.2009 - 14.30 Uhr

Entwicklungshilfe für Brasilien

Elftklässler wollen ein Jugendhaus in Brasilien bauen

 

Waldorfschüler müssen bis 2009 insgesamt 75 000 Euro sammeln / Hoffnung auf Spenden für das Entwicklungshilfe-Projekt

 

Sorsum (mi). Einen dicken Brocken haben sich 25 Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Oberstufe an der Freien Waldorfschule Sorsum (FWS) vorgenommen. Sie wollen im Frühjahr 2009 in Brasilien in einem Entwicklungshilfeprojekt ein Jugendhaus errichten.

 

 

Die 11. Klasse der Waldorfschule freut sich jetzt schon auf ihren Arbeitseinsatz in Brasilien und hat erfahrene Betreuer mit Maria Schmidl (links) und Frank Waldmann (Zweiter von rechts) an ihrer Seite. Foto: Mießen

 

Als der Englischlehrer der 11. Klasse von einem Entwicklungshilfeprojekt einer Braunschweiger Waldorfschule berichtete, wurden die Jugendlichen hellhörig und waren schon bald darauf begeistert. Gesagt getan: Über das Kolpingwerk in Köln kamen sie an ein Projekt zum Bau eines Jugendhauses in Brasilien heran, das die FWS-ler nun finanzieren und mit eigenen Händen aufbauen wollen.

 

 

 

 

50 000 Euro benötigen sie dafür an Materialkosten und 25 000 Euro für die Flüge von 27 Personen, denn die Klasse hat sich zwei Lehrer als Betreuer ausgesucht, die sie auf der etwa vierwöchigen Reise in die brasilianische Stadt Porto im nordöstlich gelegenen Bundesstaat Piaui begleiten sollen. Maria Schmidl und Frank Waldmann haben bereits zugesagt.

 

Die Vorbereitungen für das ehrgeizige Projekt haben inzwischen begonnen. Es wird neben den beiden schulischen Fremdsprachen portugiesisch gelernt. Ein Organisationskomitee hat in Aufgabenteilung ebenfalls die Arbeit aufgenommen.

 

So gibt es eine Sponsorengruppe mit Sophie Lent, Niklas Schröder und Gwendolyn Black, die sich um Spendengelder kümmern soll. Larissa Holzki und Jurinde Bartels haben die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übernommen.

 

Gerrit Weimar und Bruce Schmidtke verwalten die Finanzen und sind stolz, dass sie bereits 7 200 Euro auf dem Klassenkonto haben. Das größte Problem ist allerdings, diesen Bestand zu vermehren. Doch wer die ehrgeizige 11. Klasse der FWS kennt, ist davon überzeugt, dass es ihr gelingen wird, das Projekt zu verwirklichen.

 

Ab sofort werden sämtliche Veranstaltungen in der FWS mit Büfetts von der 11. Klasse begleitet. Der Überschuss fließt in das Brasilienprojekt. In den Ferien und bei allen sich bietenden Gelegenheiten nehmen die 17- bis 18-Jährigen jegliche Arbeit an und werfen den Verdienst in den Brasilientopf.

 

Sammelaktionen werden auch außerhalb der Schule gestartet und die Sponsorensuche geht erst im neuen Jahr richtig los. Wenn im Frühjahr 2009 die Reise über den großen Teich beginnt, sind die Schülerinnen und Schüler bereits in der 12. Klasse. Das heißt, sie müssen in Sorsum Abschied nehmen - entweder ins Arbeitsleben oder um in einem 13. Jahrgang auf einer anderen Waldorfschule in Hannover oder Hildesheim das Abitur zu realisieren. "Wir wollen mit dem Projekt in Brasilien gleichzeitig unsere Abschlussfahrt und das Praktikum machen und kräftig unter Anleitung eines dortigen Bauleiters arbeiten und hoffen, dass wirdas Jugendhaus dort fertigstellen können. Das Haus ist gedacht für Kinder, die dort gar nicht zur Schule gehen können und Jugendliche, die überhaupt keine Anlaufstelle haben", erklärte Larissa Holzki. Inzwischen hat die Klasse auch schon einen Verein mit dem Namen "Brasilien 09 e.V." gegründet und wartet auf die Anerkennung der Gemeinnützigkeit, um auch steuerwirksame Spendenbescheinigungen ausstellen zu können.

 

Sarah Frank ist derzeit dabei, eine Web-Seite einzurichten. Nun hoffen die Elftklässler, günstige Flüge nach Brasilien zu bekommen, so manche Minijobs zu erhalten und einen regen Spendenfluss dazu. Ab sofort nehmen sie Spenden gern und dankbar entgegen.

 

Das größte Klassenprojekt, das je an der FWS gestartet wurde, ist bereits in aller Munde und soll Anfang 2009 gestartet werden. Eltern- und Lehrerschaft der Schule stehen voller Überzeugung hinter dem Projekt.

 

© Deister-Leine-Zeitung, 31.12.2007